Samstag, 25. September 2010

Wander-Tipp - Die Grotta Mazzamuto


Einer der grossen Vorteile von Sizilien ist die direkte Nachbarschaft von Meer und Bergen. In den letzten Wochen hat es uns natürlich alle zum Wasser gezogen. Die Temperaturen sind mittlerweile aber auf Wander-Niveau zurück. Jetzt ruft also wieder der Berg.

Nun sind ja die meisten von uns keine Nachfahren von Luis Trenker. Wir gehen lieber ein wenig im Grünen spazieren. Ein ideales Ziel dafür (übrigens mit Panorama-Meerblick) ist die Grotta Mazzamuto:

Sizilien - Palermo - Schokoladen-Spezialität aus Sizilien
From Blog-Italien-Sizilien


Sie liegt nur etwa 20 km von der Sprachschule Solemar Sicilia entfernt, ist aber schwierig zu finden: Es gibt zwar eine Ausschilderung, aber die hilft nicht wirklich. Im Zeitalter von Google Maps und Street View ist das natürlich kein Problem mehr:

Von Solemar Sicilia zur Grotta Mazzamuto

Donnerstag, 9. September 2010

Unternehmer gegen die Mafia


Die beiden Antimafia-Initiativen Addiopizzo und Libero Futuro vermelden heute einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen die Mafia:

Vier in einer Hauptstraße von Palermo gelegene Unternehmen haben gleichzeitig einen Mafioso angezeigt, der von ihnen Schutzgeld erpresst hatte.


Bisher sind diesen Weg nur einige wenige einzelne Unternehmer wie z.B. Giuseppe Todaro gegangen. Sie wollen durch ihren Schritt eine Lawine lostreten, die zu massenhaften Anzeigen von Schutzgeld-Erpressungen führt. Eine solche Lawine könnte die Mafia tatsächlich mit in den Abgrund reissen. Die Lawine ist zwar im Moment noch klein, hat aber seit heute deutlich an Fahrt und Umfang gewonnen.

Addiopizzo und Libero Futuro
Eine Ökonomie ohne Mafia ist möglich

Sonntag, 5. September 2010

Der Mercato della Vucciria


In Palermo ist jeden Vormittag (ausser an Sonntagen) Markt. Der Mercato della Vucciria ist der älteste und besonders beliebt bei Fans der sizilianischen Küche.

Die überquellenden Stände, die für uns ungewohnte direkte Zurschaustellung von Fisch und Fleisch, der teilweise dem Arabischen entlehnte palermitanische Dialekt und das Gewirr der engen Altstadtgassen erinnern an orientalisches Markttreiben. Die Märkte werden von Einheimischen und Touristen gleichermassen besucht und es ist herzerwärmend, die alten Palermitaner beim Schwätzchen mit ihrem Gemüsehändler zu beobachten:



Man läßt sich von den vorbeilaufenden Touristengruppen auf keinen Fall aus der Ruhe bringen und es kann uns Touris durchaus passieren, daß später ankommende, aber dem Händler bekannte Personen bevorzugt werden. Ich gönne es ihnen und freue mich darüber, wenn ich trotz meines hakeligen Italienisch irgendwann etwas zurückhaltend aber freundlich bedient werde.

Es gibt ein Sprichwort in Palermo: Die Pflastersteine der Vucciria trocknen nie. Wenn man ausdrücken möchte, daß ein Ereignis wahrscheinlich nicht eintreten wird, dann sagt man: Es wird geschehen, wenn die Pflastersteine der Vucciria trocken sind.

Ich kann euch sagen, die Pflastersteine sind immer noch nass und glitschig, vor allem bei den Fischständen, wo das Eis, auf denen der Fisch gelagert wird, schmilzt und die Händler mehrmals am Tag den frischen Fisch mit Wasser abspülen. Hier läuft noch Fischsud die Steine entlang und die auf dem Pflaster gelandeten Fischköpfe werden schnell von den streunenden Katzen verputzt.

Der Mercato della Vucciria ist kaum mehr als 500m vom Hauptbahnhof entfernt. Wie ihr von dort zum Markt kommt und weitere Details findet ihr hier:

Der Weg vom Hauptbahnhof zum Markt Mercato della Vucciria